Bei einem Werbebanner handelt es sich um das digitale Gegenstück einer klassischen Zeitungsanzeige. Werbebanner stellen die beliebteste und am meisten verbreitete Form der Online-Werbung im Internet dar. Sie befinden sich häufig am linken oder am rechten Rand einer Webpräsenz und werden manchmal auch als Layer über der gesamten Website angezeigt. Der wichtigste Unterschied zu einer klassischen Zeitungsanzeige liegt in der Tatsache, dass die Effizienz bzw. Wirkung einer Online-Anzeige genau nachvollzogen werden kann und dass die Nutzer durch einen Klick auf das Werbebanner direkt auf die Website des entsprechenden Unternehmens bzw. Produkts weitergeleitet werden.

Bannerformate

Werbebanner stellen nach wie vor die Hauptform für Online-Werbung dar. Obwohl Werbebanner schon seit Jahrzehnten im Bereich der Online-Werbung von Millionen von Unternehmen äußerst erfolgreich eingesetzt werden, um die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu bewerben oder um die Online-Präsenz des jeweiligen Unternehmens zu stärken, gibt es jedoch keine verbindlichen Bannerformate und Werbebanner-Größen, die man als Standard oder Norm bezeichnen könnte. Aus diesem Grund haben sind Unternehmen zu einigen Verbänden zusammengeschlossen und Empfehlungen herausgegeben, welche jedoch nicht unbedingt verbindlich sind, sondern eher als eine gewisse Richtlinie betrachtet werden sollten.

Die internationalen Vorschläge für die unterschiedlichen Werbebanner-Formate und Werbebanner-Größen sind die am häufigsten verwendeten. Diese stammen vom dem sogenannten „Interactive Advertising Bureau“, zu deren Mitgliedern renommierte Unternehmen wie Yahoo, American Online und MSN gehören. Das Interactive Advertising Bureau definiert folgende Bannerformate bzw. Größen für Werbebanner:

Rectangles und Pop-Ups

  • Rectangle: 180×150 Pixel
  • Large Rectangle: 336×280 Pixel
  • Vertical Rectangle: 240×400 Pixel
  • Square Pop-Up: 250×250 Pixel
  • Medium Rectangle: 300×250 Pixel

Banners und Buttons

  • Voll-Banner: 468×60 Pixel. Wenn von einem Werbebanner die Rede ist, ist eigentlich immer dieses Bannerformat gemeint.
  • Halb-Banner: 234×60 Pixel
  • Micro-Banner: 88×31 Pixel
  • Button-One: 120×90 Pixel
  • Button-Two: 120×60 Pixel
  • Vertical Banner: 120×240 Pixel
  • Square Button: 125×125 Pixel
  • Leaderboard: 128:90 Pixel
  • Wide Sykscaper: 160×600 Pixel
  • Skyscraper: 120×600 Pixel
  • Half Page Ad: 300×600 Pixel

Neben diesen gängigen Bannerformaten gibt es noch einige weitere Werbebanner-Größen, die insbesondere auf bestimmte Layouts ausgerichtet sind und im Rahmen der Online-Werbung keine allzu große Rolle spielen.

Im Rahmen der Online-Werbung haben sich im Laufe der Jahre unterschiedliche Banner-Arten als Werbeträger etabliert. Heutzutage wird zwischen statischen Bannern, animierten Bannern, Flash Bannern, HTML5-Banner, GIF-Bannern, responsiven Bannern, Video-Bannern, Pixel-Bannern und Social Media-Bannern unterschieden.

Statische Banner

Bei einem statischen Werbebanner handelt es sich um Bannerformate, die nur fixe, nicht animierte Grafiken anzeigen können. Diese Art von Werbebannern wurde Mitte der 90er Jahre entwickelt, als die Webbrowser-Technologie noch nicht so fortschrittlich und lediglich in der Lage war, statische Inhalte darzustellen. Zu dieser Zeit entstanden einfache grafische Werbebanner, welche die Aufmerksamkeit der Besucher einer Website durch statische Grafiken auf sich ziehen musste. Statische Werbebanner bieten im direkten Vergleich zu anderen Banner-Arten geringe Möglichkeiten, um eine Werbebotschaft an den Besucher zu vermitteln. Die einzige Möglichkeit der Interaktion ist dabei der Klick auf das Werbebanner, der den Besucher auf die verlinke Website des Werbetreibenden weiterleitet.

Animierte Banner

Diese Bannerformate bieten die Möglichkeit, durch gezielte Animationen eine Bewegung zu vermitteln, sodass sich im Gegensatz zu einem statischen Werbebanner mehr an textuellen Inhalten unterbringen lässt. Animierte Bannerformate werden in erster Linie eingesetzt, um die Aufmerksamkeit der Besucher durch den Einsatz schöner animierter Grafiken auf sich zu ziehen. Diese Bannerformate bieten ein enormes Maß an kreativem Potenzial, welches sich Werbetreibende zunutze machen können, um die Reichweite ihrer Werbebotschaften zu erhöhen. Um den Animationseffekt zu bewirken, werden dazu animierte GIFs eingesetzt, die eine Sequenz von Einzelbilder in einer Endlosschleife anzeigen. Weil für diese Bannerformate weder auf Server- noch auch auf Userseite eine besondere technische Basis vorhanden sein muss, haben sich animierte Werbebanner im Laufe der Zeit zu der am häufigsten verwendeten Werbeform im Internet entwickelt.

Flash-Banner

Bei Flash-Bannern handelt es sich um besondere Bannerformate. Flash-Werbebanner zeichnen sich in erster Linie dadurch aus, dass sie in der Lage sind, Rich-Media-Inhalte dazustellen. Solche Bannerformate können mit den unterschiedlichsten multimedialen Formaten ausgestattet sein. Gegenüber traditionellen statischen Bannern bieten diese Bannerformate zahlreiche Vorteile. In einem Flash-Werbebanner lassen sich Videos, Animationen, und audio-textuelle Inhalte miteinander kombinieren und auf eine beeindruckende Art und Weise dem Besucher präsentieren.

Das Flash Bannerformat setzt sich aus einzelnen Bildfolgen, Animationen und Tonsequenzen zusammen, die durch den Einsatz eines speziellen Tools generiert werden. Flash-Werbebanner bieten einen hohen Grad an Interaktivität sowie Multimedialität. Dadurch sind sie wesentlich aufmerksamkeitsstärker als traditionelle Bannerformate und werden dementsprechend weit verbreitet eingesetzt.

HTML5-Banner

Ein HTML5-Werbebanner setzt sich im Gegensatz zu statischen und animierten Bannerformaten nicht ausschließlich aus einzelnen Grafiken zusammen. Diese Bannerformate besteht vielmehr aus einer Reihe unterschiedlicher HTML5- und CSS3-Elemente, welche innerhalb des Quellcodes einer Website eingebettet werden. Auf diese Weise lassen sich HTML5-Werbebanner mit interaktiven auf HTML5 basierten Elementen anreichern, wie beispielsweise Dropdown-Listen oder Auswahlboxen. Selbstverständlich können dabei auch unterschiedliche grafische Elemente verwendet werden.

Der Einsatz moderner HTML5-Bannerformate eröffnet sowohl für Werbetreibende als auch für Nutzer zahlreiche neue Möglichkeiten. So lässt sich beispielsweise innerhalb des Werbebanners ein bestimmtes Produkt auswählen und durch einen einfachen Klick wird der Besucher auf die Website beworbenen Artikels weitergeleitet. Wenn noch zusätzlich JavaScript in den HTML-Quellcode eingebettet wird, können auch noch weitere Interaktive Elemente, wie beispielsweise Minispiele, eingebaut werden.

GIF-Banner

Bei den GIFs (Graphics Interchange Format) handelt es sich es sich um ein vielfach unterstütztes Bilder-Format für das Internet. GIF-Bannerformate sind animiert und können neben Bildern auch kurze Videoclips ohne Ton enthalten. Diese Bannerformate spielen sich in der Regel von alleine ab und benötigen keinen Input seitens des Users. GIF-Bannerformate bieten eine gute Userexperience und ein ansprechendes multimediales Erlebnis. Der wesentliche Vorteil äußerst sich in der Tatsache, dass sich GIF-Werbebanner durch die große Anzahl an erhältlichen Desktop- und Mobil-Anwendungen relativ einfach erstellen lassen.

Obwohl GIF-Bannerformate im Internet allgegenwärtig sind, kommt es immer wieder vor, dass sie auf einigen Smart-Geräten oder in einigen Apps nicht richtig funktionieren. Hinzu kommt noch die relativ lange Ladezeit, die dann entsteht, wenn es sich um große GIF-Dateien handelt.

Responsive Banner

Im Gegensatz zu den gängigen Bannerformaten passen sich responsive Werbebanner automatisch an den zur Verfügung stehenden Platz perfekt an. Der verfügbare Platz und das Gerät, über das der Nutzer eine Website aufruft, entscheiden darüber, in welcher Größe und in welchem Umfang ein responsiver Werbebanner angezeigt wird. Bei dem Design eines solchen Banners werden diverse visuelle und textuelle Inhalte festgelegt, die je nach Website und Displaygröße des Geräts unterschiedliche dargestellt werden. Wenn ein User beispielsweise ein Smartphone benutzt, um auf die entsprechende Website zuzugreifen, wird der responsive Werbebanner nicht in vollem Umfang angezeigt. So bleibt trotz des kleinen Displays der gesamte Content lesbar und der Werbebanner wirkt nicht überdimensional groß.

Video-Banner

Bei einem Video-Werbebanner handelt es sich um Bannerformate mit audiovisuellen Inhalten. Diese Bannerformate werden in der Regel in den Größen Rectangle 180×150 Pixel und Medium Rectangle 300×250 Pixel entworfen. Ein Video-Werbebanner lässt sich mit Bedienelementen für die Wiedergabe, das Pausieren und den Neustart von Video-Inhalten ausstatten. Häufig werden Video Bannerformate so in eine Website eingebunden, dass sie sobald sie eingeblendet werden, mit dem abspielen beginnen.

Diese Werbebanner lassen sich auf zwei unterschiedliche Arten realisieren, und zwar als In-Stream- oder als In-Page-Bannerformate. Im ersten Fall ist die Werbung im Video enthalten, während beim In-Stream-Format der Video-Clip innerhalb einer Werbebotschaft angezeigt wird. Darüber hinaus existieren sogenannte „Expandable Video Bannerformate“, welche sich automatisch vergrößern, sobald der Besucher den Cursor über das Video-Banner bewegt.

Pixel-Banner

Diese Bannerformate zeichnet sich dadurch aus, dass die zur Verfügung stehende Werbefläche nicht für einen einzigen Werbeträger gedacht ist, sondern theoretisch von beliebig vielen genutzt werden kann, solange ausreichend Werbeplatz vorhanden ist. Die Werbeflächen, die üblicherweise 1000×1000 Pixel in ihrer Gesamtgröße betragen, werden in kleinere Blockgrößen von beispielsweise 10×10 Pixel im JPEG- oder GIF-Format eingeteilt und zu Festpreisen an Werbetreibende verkauft. Diese kleinen Bereiche lassen sich dann mit kleinen Bildchen, textuellen Inhalten und einem Link versehen.

Besucher von Websites mit Pixel-Bannern unterscheiden sich grundsätzlich von den üblichen „zufälligen“ Besuchern, die über die Google-Suche oder andere Methoden an eine beliebige Website gelangen. In diesem Kontext werden Pixel-Banner-Websites aus unterschiedlichen Motivationen besucht (Interesse, Neugierde) und nicht durch Werbung und andere Maßnahmen aufgezwungen.

Social Media-Banner

Bei den Social Media-Werbebannern handelt es sich um Bannerformate, welche für den Einsatz in sozialen Netzwerkten ausgelegt sind. Soziale Medien haben sich in den letzten Jahren als ein äußerst wichtiges Marketing-Instrument für Unternehmen und Marken etabliert. Aus diesem Grund nutzen immer mehr Werbetreibende Social Media, um die Reichweite ihrer Produkte und Dienstleistungen zu steigern und potenzielle Kunden direkt anzusprechen. Diese Bannerformate lehnen sich von ihrem gestalterischen Design sehr stark an statische Banner an, die schon seit Mitte der 1990er Jahre im Rahmen der Online-Werbung eingesetzt werden und die ursprüngliche Form der Bannerwerbung darstellen.

Display-Advertising

Der Begriff Display-Advertising ist englischen Ursprungs und bedeutet so viel wie Bildschirm-Werbung. Display-Advertising stellt das Gegenteil zum traditionellen Suchmaschinen-Marketing dar, da im Kontext des Display-Advertisings in erster Linie mit grafischen Elementen gearbeitet wird, während Suchmaschinen-Marketing primär auf textuelle Inhalte setzt. Der Bereich des Display-Advertisings umfasst alle Maßnahmen und Instrumente, bei denen grafische Werbemittel eingesetzt werden, wie beispielsweise bei Bannerwerbung.

Seit seinen Anfängen Mitte der 1990er Jahre hat sich Display-Advertising zu der größten und meistgenutzten Form der Werbung im Internet entwickelt. Der Vorteil, den diese Form der Online-Werbung gegenüber Text-Anzeigen hat, liegt in der Tatsache, dass im Display-Advertising mit visuellen Elementen gearbeitet wird. So können Unternehmens- und Markenauftritte im World Wide Web entsprechend personalisiert und auf individuelle Wünsche ausgelegt werden.

Wie wir bereits im obigen Absatz erwähnt haben, gibt es eine große Anzahl an unterschiedlichen Werbebanner-Formaten und Werbebanner-Größen. Jeder kennt die bunten Blickfänger und die meisten Websites nutzen sie. Ein gut gelungenes Werbebanner-Design besteht aus einem Logo, einem Nutzenversprechen und einer sogenannten Call-to-action (Handlungsaufforderung). Das Logo wird dazu eingesetzt, um Markenbewusstsein aufzubauen, sodass sich der Besucher im idealen Fall später an die Marke bzw. das Produkt wider erinnert.

Die Handlungsaufforderung besteht meist aus einer kurzen Phrase, wie beispielswese „Weitere Informationen“ oder „Klicken Sie hier“. Bei dem Inhalt sollte darauf geachtet werden, den Werbebanner nicht mit zu vielen Informationen vollzustopfen. Das Werbebanner wird in der Regel von den Besuchern nur kurz registriert, weswegen es wichtig ist, den Inhalt bzw. die Aussage sofort zu verstehen.

Bei der Erstellung von Werbebannern für das World Wide Web kann eine Reihe unterschiedlicher Dateiformate eingesetzt werden, wie beispielsweise .jpg, .gif, .bmp oder .png. Es sollte jedoch beachtet werden, dass verschiedene Dateiformate unterschiedliche Vorteile mit sich bringen. So eignet sich das GIF-Dateiformat in erster Linie für animierte Bannerformate. Statische Bannerformate sollte im PNG- oder JPEG-Format realisiert werden. Werbebanner im PNG-Dateiformat bieten eine optimale Qualität bei der Erstellung von statischen Bannerformaten. Obwohl das PNG-Format mehr Speicherplatz einnimmt als vergleichbare Dateiformate bieten diese eine deutlich bessere Bildqualität.

Aufgrund der immer weiter voranschreitenden Verbreitung des Breitband-Internets müssen Sie nicht mehr so viel Rücksicht bei der Ladezeit von Grafiken nehmen, wie es beispielsweise noch vor einigen Jahren der Fall war. Wenn Sie ein einfacheres Werbebanner einsetzen möchten, mit einem kleineren Farbspektrum und besseren Ladezeiten, dann sollten Sie den Einsatz des GIF-Formats berücksichtigen. Das GIF-Format eignet sich gleichermaßen gut für die Erstellung animierter Bannerformate.